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Genehmigungscheck

Brutto-Rauminhalt

Auch: BRI, umbauter Raum, Kubatur, Rauminhalt

Rechtsstand: 04.08.2026

Was bedeutet „Brutto-Rauminhalt“?

Der Brutto-Rauminhalt ist das Volumen eines Gebäudes, gemessen von den Außenkanten der Umfassungsflächen einschließlich des Dachraums. Er wird in Kubikmetern angegeben und ist in den meisten Landesbauordnungen die maßgebliche Größe für die Verfahrensfreiheit eines Gartenhauses.

Rechtsgrundlage: DIN 277-1 (Ermittlungsmethode, in den Landesbauordnungen nicht ausdrücklich benannt)Stand: 04.08.2026

Gemessen wird außen, nicht innen. Wandstärke, Dachüberstand über der Wandflucht und der Raum unter der Dachschräge zählen mit — die begehbare Innenfläche ist eine andere und stets kleinere Zahl.

Bei einem Flachdach entspricht der Brutto-Rauminhalt der Grundfläche multipliziert mit der Wandhöhe. Bei einem Satteldach kommt das halbe Volumen des Dachraums hinzu, bei einem Pultdach wird mit der mittleren Höhe aus Trauf- und Firsthöhe gerechnet.

Die Abkürzung lautet BRI. Herstellerangaben in Katalogen beziehen sich häufig auf die Grundfläche oder den Innenraum und sind deshalb nicht ohne Weiteres mit der Landesschwelle vergleichbar.

Nicht jedes Land rechnet in Kubikmetern. Für ein Gartenhaus nennen elf Länder eine Grenze in Kubikmetern Brutto-Rauminhalt, die übrigen fünf eine in Quadratmetern Grundfläche. Welche der beiden Größen zählt, steht im Katalog des Landes und nicht im Prospekt des Herstellers.

Beispiel

Ein Gartenhaus von 4 × 3 m mit 2,20 m Wandhöhe, 3,00 m Firsthöhe und Satteldach hat 12 m² Grundfläche. Die mittlere Höhe der Umfassung beträgt 2,60 m — Wandhöhe plus die halbe Dachhöhe. Der Brutto-Rauminhalt ist das Produkt aus beidem: 31,2 m³. Damit bleibt dieses Haus in acht der elf Länder mit Kubikmetergrenze verfahrensfrei; in Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein liegt es darüber.

Häufiger Irrtum

Am häufigsten wird der Brutto-Rauminhalt mit dem Innenraum verwechselt. Wer die begehbare Fläche mit der lichten Raumhöhe multipliziert, rechnet Wandstärke und Dachraum heraus und kommt auf einen kleineren Wert als die Behörde. Wie groß der Unterschied ausfällt, zeigt schon der Dachraum allein: ohne ihn hätte das Beispielhaus 26,4 m³ statt 31,2 m³ — und in Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein eine andere Antwort.

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