Es gibt keine bundesweite Gebühr für eine Baugenehmigung. Es gibt auch nicht eine Formel mit sechzehn Zahlen darin: Niedersachsen bemisst die Gebühr am Rohbauwert des Gebäudes. Baden-Württemberg kennt überhaupt keine Landeszahl: Dort setzt die untere Baurechtsbehörde den Satz durch eigene Satzung fest, und die beiden hier gelesenen Satzungen rechnen in Promille der Baukosten. Wer die Größenordnung abschätzen will, muss deshalb zuerst wissen, nach welchem System sein Land rechnet. Für ein kleines Gartenhaus endet die Rechnung in beiden hier gelesenen Systemen allerdings gleich: Nicht der Satz entscheidet, sondern die Mindestgebühr.
Warum nennt diese Seite keine Gebührentabelle je Bundesland?
Weil sie sie nicht geprüft hat. Der Datensatz dieser Seite umfasst die sechzehn Landesbauordnungen, nicht die sechzehn Gebührenordnungen — und in mehreren Ländern setzen zusätzlich die Kommunen eigene Sätze fest. Baden-Württemberg ist dafür der belegte Fall: Dort erhebt die untere Baurechtsbehörde die Gebühr nach einer eigenen Satzung, die der Gemeinderat beschließt. Eine Tabelle mit sechzehn Zahlen wäre schnell geschrieben und in einem erheblichen Teil der Fälle falsch.
Was hier steht, ist deshalb die Bemessungsgrundlage und ein Rechenweg. Zwei Gebührensysteme sind hier mit Fundstelle belegt; sie stehen weiter unten. Die verbindliche Zahl nennt Ihnen die Bauaufsichtsbehörde, und zwar vorab und kostenlos.
Was ist der Rohbauwert?
Der Rohbauwert ist ein rechnerischer Herstellungswert des Rohbaus, nicht der Kaufpreis. Er entsteht aus zwei Faktoren:
Rohbauwert = Brutto-Rauminhalt (m³) × Wert je m³ (€)
Welcher Wert je Kubikmeter gilt, hängt davon ab, wie die Gebührenordnung das Gebäude einordnet — in Niedersachsen in erster Linie nach der Gebäudeart, nicht nach der Bauweise. Die Spanne ist erheblich; der nächste Abschnitt zeigt sie an den amtlichen Werten. Der Baugebührenrechner arbeitet dagegen mit drei Bauweisen und legt seine Annahmen offen — 120, 220 und 380 Euro je Kubikmeter — als Größenordnung, nicht als Rechtsstand.
Auf den Rohbauwert wird ein Satz angewandt. Niedersachsen drückt ihn nicht in Prozent aus, sondern als Betrag je angefangene 500 Euro des Rohbauwertes. Der Rechner rechnet mit 0,5 Prozent und einer Mindestgebühr von 50 Euro. Auch das ist eine Modellannahme, keine Vorschrift.
Zwei Länder, zwei Rechenwege
Niedersachsen und Baden-Württemberg stehen hier nicht als Beispiel für die anderen vierzehn. Sie stehen hier, weil ihr Gebührenrecht gelesen ist — und weil sie zwei verschiedene Systeme zeigen.
Niedersachsen: der Rohbauwert, jedes Jahr neu hochgerechnet
Niedersachsen regelt die Baugebühr in einer eigenen Verordnung. Sie heißt erst seit dem 1. September 2026 Niedersächsische Baugebührenordnung; die Änderungsverordnung vom 12. August 2026 hat ihr diesen Namen gegeben. Der Rechenweg hat drei Schritte, und jeder steht an einer anderen Stelle der Verordnung.
Zuerst die Gebäudeart: Anlage 2 ordnet jeder Art einen Basiswert zu. Diese Basiswerte beziehen sich auf das Jahr 2021, dem die Verordnung die Indexzahl 100 gibt. Ein Wohngebäude steht dort mit 155, ein Wochenendhaus mit 137, ein Schuppen mit 56 Euro je Kubikmeter.
Dann die Hochrechnung. Sie ist der Grund, aus dem auf dieser Seite keine Zahl ohne Datum steht:
Jedes Jahr zum 1. Oktober neu
Die Rohbauwerte der Anlage 2 basieren auf der Indexzahl 100 für das Jahr 2021. Ab 1. Oktober eines jeden Jahres sind diese Rohbauwerte mit der vom Statistischen Bundesamt für das jeweils vergangene Jahr bekannt gemachten Preisindexzahl ohne Umsatzsteuer (Deutschland) für den Neubau von Wohngebäuden insgesamt zu vervielfältigen und auf volle Euro zu runden. Die Indexzahl wird jeweils von der obersten Bauaufsichtsbehörde im Niedersächsischen Ministerialblatt bekannt gemacht.
Für die Zeit ab dem 1. Oktober 2026 beträgt die Preisindexzahl 1,339. Bekannt gemacht hat sie das Wirtschaftsministerium mit Runderlass vom 2. März 2026 im Niedersächsischen Ministerialblatt 2026 Nr. 113 (öffnet in neuem Tab) vom 17. März 2026; der Erlass gilt bis zum Ablauf des 31. Dezember 2031. Die Indexzahl ist ein Faktor, kein Geldbetrag. Angewandt auf die Basiswerte ergibt sie die Werte, mit denen heute gerechnet wird:
| Gebäudeart nach Anlage 2 | Basiswert 2021 = 100 | × 1,339 | Rohbauwert ab 1. Oktober 2026 |
|---|---|---|---|
| Wohngebäude | 155 € | 207,545 | 208 € |
| Wochenendhäuser | 137 € | 183,443 | 183 € |
| Kleingaragen, ausgenommen offene Kleingaragen | 130 € | 174,070 | 174 € |
| Schuppen, offene Kleingaragen und ähnliche Gebäude | 56 € | 74,984 | 75 € |
Alle vier Spaltenwerte sind Euro je Kubikmeter Brutto-Rauminhalt; die Indexzahl selbst ist dimensionslos.
Zuletzt der Satz. Ihn nennt Anlage 1, das Gebührenverzeichnis, in der Fassung ab dem 1. September 2026: Im Baugenehmigungsverfahren nach § 64 NBauO sind es 4,60 Euro je angefangene 500 Euro des Rohbauwertes, mindestens aber 115 Euro. Im vereinfachten Verfahren nach § 63 NBauO sind es 4,30 Euro je angefangene 500 Euro, mindestens 90 Euro. Der Betrag von 4,60 Euro ist neu — bis zum 31. August 2026 standen dort 5,50 Euro, und die Änderungsverordnung vom 12. August 2026 (öffnet in neuem Tab) hat ihn gesenkt.
Den Brutto-Rauminhalt bestimmt dabei nicht die Landesbauordnung, sondern Anlage 5 der Verordnung; sie übernimmt dafür Abschnitte der DIN 277 Teil 1 in der Ausgabe von Juni 1987. Damit lässt sich rechnen — zwei Beispiele, die denselben Weg gehen und sehr verschieden enden:
Geräteschuppen, 5,00 × 4,00 m, mittlere Höhe 2,80 m
Brutto-Rauminhalt 56 m³
Rohbauwert 56 × 75 €/m³ = 4.200 €
Einheiten 4.200 / 500 = 8,4 → 9 angefangene
Gebühr 9 × 4,60 € = 41,40 €
Mindestgebühr 115,00 €
maßgeblich 115,00 €
Wohnhaus mit 700 m³ Brutto-Rauminhalt
Rohbauwert 700 × 208 €/m³ = 145.600 €
Einheiten 145.600 / 500 = 291,2 → 292 angefangene
Gebühr 292 × 4,60 € = 1.343,20 €
maßgeblich 1.343,20 €
Beim Schuppen entscheidet die Mindestgebühr, beim Wohnhaus der Satz. Genau deshalb trägt eine pauschale Kostenangabe für „eine Baugenehmigung“ nichts: Dieselbe Verordnung führt hier zu 115 Euro und dort zu 1.343,20 Euro.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Lässt sich der Rohbauwert schwer bestimmen, rechnet die Verordnung über den Herstellungswert — im Baugenehmigungsverfahren mit 3,35 Euro je angefangene 500 Euro. Und für Gebäudearten, die Anlage 2 nicht nennt, gibt es keinen Tabellenwert; ihr Rohbauwert ist nach § 3 Abs. 2 NBauGO aus den Kosten aller Arbeiten bis zur Rohbauabnahme zu ermitteln. Welche Vorhaben in Niedersachsen überhaupt ein Verfahren brauchen, zeigt die Übersicht zu Niedersachsen: im Innenbereich sind Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten und Feuerstätten bis 75 m³ frei, im Außenbereich bis 40 m³.
Baden-Württemberg: Promille der Baukosten — aber keine Landeszahl
Baden-Württemberg hat keine Gebührentabelle, die landesweit gelten würde. Die Gebühr erhebt die untere Baurechtsbehörde, und sie erhebt sie nach einer Satzung, die ihr eigener Gemeinderat beschlossen hat. Auf die Frage, was eine Baugenehmigung in Baden-Württemberg kostet, gibt es deshalb nicht eine Antwort, sondern eine je Satzung.
Wie weit die Sätze auseinandergehen, zeigen zwei Satzungen, die beide im Volltext gelesen sind. Sie sind Beispiele einzelner Gemeinden, keine Landeswerte:
| Leistung | Stadt Laupheim (öffnet in neuem Tab) | Stadt Marbach am Neckar (öffnet in neuem Tab) |
|---|---|---|
| Baugenehmigungsverfahren | 6,5 ‰ der Baukosten, mind. 150 € | 6 ‰ der Baukosten, mind. 200 € |
| vereinfachtes Verfahren | 5,5 ‰ der Baukosten, mind. 150 € | 5 ‰ der Baukosten, mind. 150 € |
| Kenntnisgabeverfahren | 0,5 ‰ der Baukosten, mind. 300 € | 2 ‰ der Baukosten, mind. 150 € |
| Bauvorbescheid | 2 ‰ der Baukosten, mind. 150 € | 17,50 € je Viertelstunde |
| Teilbaugenehmigung | 1,5 ‰ der Baukosten, mind. 100 € | nicht gesondert aufgeführt |
Auch hier entscheidet bei kleinen Vorhaben die Mindestgebühr: In Laupheim erreichen 6,5 ‰ der Baukosten die 150 Euro erst bei Baukosten von rund 23.000 Euro (150 ÷ 0,0065). Die Laupheimer Sätze stehen im Gebührenverzeichnis zur Satzung der unteren Baurechtsbehörde; die Änderung hat der Gemeinderat am 24. April 2023 beschlossen, in Kraft seit dem 15. Mai 2023. Marbach am Neckar hat seine Satzung am 13. Februar 2025 beschlossen, in Kraft seit dem 1. März 2025. Beide Dokumente waren am 14. Oktober 2026 das jeweils aktuelle Ortsrecht der Stadt.
Warum es in Baden-Württemberg keine Landeszahl gibt
Beide Satzungen nennen dieselbe Rechtsgrundlage: § 4 der Gemeindeordnung, § 4 Abs. 3 des Landesgebührengesetzes und die §§ 2 und 11 des Kommunalabgabengesetzes. Die Höhe beschließt danach der Gemeinderat. Das ist die ganze Erklärung — und es ist auch der Grund, aus dem schon zwei Städte desselben Landes um das Vierfache auseinanderliegen: Im Kenntnisgabeverfahren verlangt Laupheim 0,5 ‰ der Baukosten, Marbach am Neckar 2 ‰. Bei den Mindestgebühren kehrt sich das Verhältnis um: 300 Euro in Laupheim gegen 150 Euro in Marbach am Neckar. Welches Verfahren für Ihr Vorhaben überhaupt in Betracht kommt, steht in der Übersicht zu Baden-Württemberg.
Ein Unterschied zu Niedersachsen zählt beim Vergleichen besonders. Die Satzungen bemessen nach den Baukosten, Niedersachsen nach dem Rohbauwert. Der Rohbauwert erfasst nach § 3 Abs. 2 NBauGO die Arbeiten bis zur Rohbauabnahme. Was die Satzungen unter Baukosten verstehen, grenzen sie nicht gegen den Rohbau ab; Laupheim bestimmt den Wert des Gegenstandes auf Grundlage des aktuellen Baukostenindex des Baukosteninformationszentrums der deutschen Architektenkammern und darf ihn auf Kosten des Gebührenschuldners schätzen lassen. Die Sätze beider Systeme sind deshalb keine vergleichbaren Größen, auch wenn sie sich beide in Promille ausdrücken lassen: 4,60 Euro je angefangene 500 Euro entsprechen rechnerisch 9,2 ‰ — aber 9,2 ‰ des Rohbauwertes, nicht der Baukosten.
Zwei Rechenbeispiele mit den Modellwerten des Rechners
Beispiel 1 — Gartenhaus in Hessen, genehmigungspflichtig wegen Größe.
Ein Blockbohlenhaus 5,00 × 4,00 m, Traufe 2,40 m, First 3,20 m, Satteldach. Hessen stellt nach Anlage Nr. 1.1 zu § 63 HBO nur bis 30 m³ frei.
mittlere Höhe 2,40 m + (3,20 − 2,40) / 2 = 2,80 m
Brutto-Rauminhalt 5,00 × 4,00 × 2,80 = 56,00 m³
Schwelle Hessen 30,00 m³ → genehmigungspflichtig
Rohbauwert 56,00 m³ × 220 €/m³ = 12.320 €
Gebühr bei 0,5 % = 61,60 €
Mindestgebühr = 50,00 €
maßgeblich = 61,60 €
Beispiel 2 — dasselbe Haus, massive Bauweise.
Rohbauwert 56,00 m³ × 380 €/m³ = 21.280 €
Gebühr bei 0,5 % = 106,40 €
Diese beiden Zahlen stammen aus dem Modell des Rechners, nicht aus einer Gebührenordnung. Sie liegen in derselben Größenordnung wie die niedersächsische Mindestgebühr oben — und genau das ist die Nachricht. Die reine Verwaltungsgebühr ist bei einem Gartenhaus selten das Problem.
Welche Kosten kommen neben der Gebühr hinzu?
Eine Mindestgebühr von 115 oder 150 Euro ist für ein kleines Vorhaben eine kleine Zahl. Die Posten daneben sind es nicht unbedingt, und sie stehen in keinem Gebührenbescheid der Bauaufsicht.
- Entwurfsverfasser. Der Bauantrag muss in der Regel von einer bauvorlageberechtigten Person unterschrieben werden. Deren Honorar folgt einer eigenen Logik: Nach § 7 Abs. 1 HOAI richtet es sich nach der Vereinbarung in Textform, und ohne solche Vereinbarung gilt der Basishonorarsatz. Bemessen wird es nach den anrechenbaren Kosten des Objekts (§ 6 Abs. 1 HOAI) — also nicht nach dem Rohbauwert und nicht nach dem Satz der Behörde. Welche Unterlagen der Entwurfsverfasser liefert, steht im Ratgeber zu den Bauantragsunterlagen.
- Amtlicher Lageplan. In mehreren Ländern muss er von einer öffentlich bestellten Vermessungsingenieurin oder dem Katasteramt erstellt werden und wird gesondert berechnet.
- Prüfung der bautechnischen Nachweise. Niedersachsen erhebt die Gebühr für die Prüfung von Standsicherheit und Brandschutz ausdrücklich gesondert; die Anmerkung dazu steht unter den Nummern 1.1 und 1.2 der Anlage 1.
- Beteiligung anderer Stellen. Wirken weitere Behörden mit, erhöht § 5 NBauGO die Gebühr um einen Zuschlag nach deren Zeitaufwand. Unter einer Viertelstunde entfällt er, und für die Denkmalschutzbehörden gilt er nicht — die rechnen eigene Gebühren ab.
- Abweichungen und Befreiungen. Jede beantragte Abweichung und jede Befreiung von einer Festsetzung des Bebauungsplans wird gesondert bepreist, in Niedersachsen ebenfalls neben der Genehmigungsgebühr. Was das kostet, entscheidet wieder die Satzung: Laupheim setzt einen Rahmen von 100 bis 5.000 Euro, Marbach am Neckar einen von 100 bis 10.000 Euro je Vorgang. Der Rechner dieser Seite rechnet pauschal mit 100 Euro.
- Baulast. Reicht die Abstandsfläche auf das Nachbargrundstück, kommen Beglaubigung und Eintragung hinzu — in Laupheim 240 Euro je Fall, in Marbach am Neckar nach Zeitaufwand. Näheres im Ratgeber zu Nachbarzustimmung und Baulast.
Wie lange dauert das Verfahren?
Die Landesbauordnungen setzen Entscheidungsfristen, und sie beginnen nicht mit dem Eingang des Antrags, sondern mit der Vollständigkeit der Unterlagen. Das ist der Hebel, den Bauherren selbst in der Hand haben.
Brandenburg formuliert die Frist für das vereinfachte Verfahren ausdrücklich:
Drei Monate ab vollständigen Unterlagen
Über den Bauantrag ist innerhalb von drei Monaten nach Vorlage der vollständigen Antragsunterlagen zu entscheiden; die Bauaufsichtsbehörde kann diese Frist gegenüber der Bauherrin oder dem Bauherrn aus wichtigem Grund um bis zu zwei Monate verlängern.
Drei Punkte, die den Unterschied zwischen sechs Wochen und sechs Monaten ausmachen:
- Vollständigkeit. Fehlt ein Blatt, läuft die Frist nicht. Die Behörde fordert nach, die Post geht hin und zurück, und aus einer Woche werden vier.
- Beteiligung anderer Stellen. Denkmalschutz, Naturschutz, Untere Wasserbehörde — jede Beteiligung verlängert, und in Niedersachsen verteuert sie zugleich. Bei einem Gartenhaus im Schutzgebiet ist das der Regelfall; siehe Denkmalschutz und Schutzgebiete.
- Gemeindliches Einvernehmen. Ist es erforderlich, hängt die Dauer auch am Sitzungsrhythmus des zuständigen Gremiums.
Brandenburg kennt daneben ein Bauanzeigeverfahren: Für Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 und 2 darf nach § 62 Abs. 3 BbgBO einen Monat nach Eingang der Bauanzeige mit der Ausführung begonnen werden, sofern die Bauaufsichtsbehörde nicht untersagt. Vergleichbare Freistellungsverfahren gibt es in mehreren Ländern; für ein Gartenhaus sind sie selten einschlägig.
Wie senken Sie die Kosten legal?
- Unter der Schwelle bleiben. Der wirksamste Hebel ist die Planung, nicht die Verhandlung. Wie weit Sie gehen können, zeigt der Ratgeber zur Größenplanung.
- Vorab beim Bauamt fragen. Die Auskunft, ob ein Verfahren erforderlich ist, erteilen die Behörden in aller Regel kostenlos. Wie Sie fragen, damit die Antwort brauchbar wird, steht im Ratgeber zur Anfrage beim Bauamt.
- Bauvoranfrage statt Bauantrag, wenn nur eine einzelne Frage offen ist. Nach dem Satz kostet sie einen Bruchteil der Genehmigungsgebühr — in Laupheim 2 ‰ der Baukosten gegenüber 6,5 ‰, bei gleicher Mindestgebühr von 150 Euro — und sie bindet die Behörde; siehe Bauvoranfrage.
- Vollständig einreichen. Nicht wegen der Gebühr, sondern wegen der Zeit.
- Das richtige Verfahren wählen. Wo das Land eine Wahl lässt, kostet der einfachere Weg weniger: in Niedersachsen 4,30 statt 4,60 Euro je angefangene 500 Euro, in Laupheim 5,5 statt 6,5 ‰.

